Griffarten

„Wa“ – der japanische Griff

Wa ist der typische japanische Griff, bei dem der Erl der Klinge in das Griffmaterial eingesetzt wird. Er besteht meist aus zwei Teilen, der Zwinge und dem eigentlichen Griffkörper, beide aus Holz. Wa-Griffe sind leicht und verlagern dadurch den Schwerpunkt des Messers nach vorn zur Klinge. Es gibt drei Varianten.

Der achteckige Wa-Griff (Mitte des Bildes) ist wohl der bekannteste: Seine acht Facetten sind so gestaltet, dass er besonders sicher in der Hand liegt.

Der D-förmige Wa-Griff (rechts im Bild) ist rund, hat aber auf der rechten Seite (für Rechtshänder) eine kleine Kante. Das sorgt für einen angenehmen Griff und gibt der Hand zugleich einen Anhaltspunkt, an dem sie sich orientieren und das Messer sicher fixieren kann.

Der runde Wa-Griff (links im Bild) ist genau das, wonach er klingt: ein runder oder leicht ovaler Griff. Er liegt von allen am angenehmsten in der Hand, bietet aber nicht ganz den sicheren Halt der beiden anderen.

„Yo“ – der westliche Griff

Yo ist der typische europäische Messergriff: Der Erl reicht bis zum Griffende (durchgehender Erl), und seitlich sind zwei Griffschalen angebracht. Meist hat er einen Kropf aus Metall, und die Griffschalen sind mit Nieten befestigt. Er liegt sehr angenehm in der Hand, und die synthetischen Materialien der Griffschalen sind praktisch wartungsfrei.

Klingenoberflächen

Nashiji (Birnenschale)

Diese matte Oberfläche, die an die Schale einer Nashi-Birne erinnert, entsteht, indem Eisenpulver auf die Klinge aufgesprüht wird. Das Ergebnis ist eine unbearbeitet wirkende, rustikale Optik.

Kurouchi (schwarze Schmiedehaut)

Kurouchi ist Zunder, der als Nebenprodukt bei der Wärmebehandlung des Messers entsteht. Er verleiht der Klinge eine ansprechende schwarze, strukturierte Oberfläche.

Tsuchime (Hammerschlag)

Diese Oberfläche wird von Hand oder mit dem Maschinenhammer gehämmert. Sie sorgt für eine einzigartige Optik und ein etwas besseres Ablöseverhalten des Schnittguts.

Migaki (poliert)

Diese Oberfläche ist die teuerste von allen, da sie viel Material und Zeit erfordert.

Suminagashi (Damast)

Damast ist eine Technik, bei der zwei Metalle miteinander gefaltet werden – mit einem optisch sehr reizvollen Ergebnis. Es gibt viele verschiedene Muster, und jedes ist ein Unikat.

Hinweis: Häufig werden an ein und demselben Messer mehrere Oberflächen kombiniert.