私たちは、美しい切れ味を鍛えています
„Wir schmieden die Schönheit der Schärfe“
Im Jahr 1337 kam Kuniyasu Chiyozuru, ein Meister-Schwertschmied aus Kyoto, auf der Suche nach Wasser, das sich für die Metallverarbeitung eignete, in die Gegend von Echizen und begann, Schwerter und Sicheln für die Bauern zu schmieden. Damit begann die Geschichte der berühmten geschmiedeten Klingen aus Echizen. Die Einheimischen erlernten die Techniken und stellten bald selbst Sicheln, Beile und andere landwirtschaftliche Werkzeuge mit Klinge her.
Das Takefu Knife Village ist heute eine Genossenschaft aus zwölf Messerbetrieben, in denen rund 50 Handwerker gemeinsam hervorragende Messer fertigen.
17 von ihnen sind staatlich als traditionelle Handwerksmeister anerkannt.
Eine Besonderheit des Takefu Village: Hier arbeiten mehrere Generationen Seite an Seite – der Jüngste ist 18, der Älteste 80 Jahre alt.
In den 1970er-Jahren, einige Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg, genossen die Menschen in Japan wachsenden Wohlstand. Das hohe Wirtschaftswachstum und die Globalisierung veränderten ihr Leben in vielerlei Hinsicht.
Doch gerade in dieser Blütezeit Japans standen die jungen Handwerker von Echizen, die Erben der Tradition des heutigen Takefu Knife Village, vor einem ernsten Problem.
Die stetig wachsende Zahl billiger Messer aus Massenproduktion und die Verbreitung von rostfreiem Stahl im Messerbau zwangen viele Hersteller handgefertigter Messer – meist kleine Familienbetriebe – zur Aufgabe.
Eine ganze Gruppe junger Handwerker, die damals zwischen 20 und 30 Jahre alt waren (Katsuyasu Kamo, Katsushige Anryu, Hideo Kitaoka, Hiroshi Kato, Haruji Totani, Masanobu Okada, Shiro Kamo, Takeshi Saji, Kazuyoshi Honda und der inzwischen verstorbene Masami Azai), sah sich mit ernsten Schwierigkeiten aller Art konfrontiert: einbrechenden Umsätzen, alternden Handwerkern, fehlenden Nachfolgern und sogar Ärger mit den Nachbarn wegen des Lärms.
Also wurden sie aktiv und gründeten 1973 die „Takefu Forged Blade Industry Study Society“, einen Arbeitskreis, der über die Zukunft des Echizen-Messers beraten und einen Ausweg aus der Krise finden sollte. Jeden Abend nach einem langen, harten Arbeitstag kamen sie zusammen und sprachen über die Probleme und mögliche Lösungen.
Nach der Gründung der Marke TAKEFU KNIFE VILLAGE bestand das nächste Projekt darin, ihr eine feste Heimat zu geben. Zwar konnten die Handwerker bereits neue Produkte fertigstellen, doch arbeiteten sie noch immer getrennt in ihren eigenen, sehr kleinen Werkstätten. Deshalb machten sie sich an den Bau einer gemeinsamen Werkstattanlage, des „TAKEFU KNIFE VILLAGE“, um noch mehr hervorragende Echizen-Messer herzustellen, sie in der ganzen Welt bekannt zu machen und neue Generationen auszubilden.
Im Mai 1993 war das TAKEFU KNIFE VILLAGE endlich fertiggestellt – ein Projekt im Umfang von 300 Millionen Yen, ganz ohne staatliche Zuschüsse.
Damit begann eine neue Ära.
Heute beherbergt das Takefu Knife Village eine Werkstatt, in der sieben verschiedene Betriebe zusammenarbeiten. Jeder Betrieb stellt nicht nur seine eigenen Produkte her; gemeinsam entwickeln sie auch neue Produkte unter dem Namen „Takefu Knife Village“.
Quelle: Takefu Knife Village Association
Die Wurzeln dieses Handwerks reichen jedoch noch viel weiter zurück, bis ins 5. Jahrhundert, als hier der größte Grabhügel Japans entstand, das Grab des Kaisers Nintoku (Nintoku-Tenno-Ryo). Eine Gruppe von Handwerkern, die eiserne Werkzeuge wie Hacken und Pflüge herstellte, ließ sich in Sakai nieder und verbreitete das Wissen um das Schmieden.
Die Gelegenheit, die Produktion auszuweiten, kam im 16. Jahrhundert. Damals gelangten Feuerwaffen und Tabak aus Portugal nach Japan, und Sakai nutzte sein Schmiedekönnen, um Gewehre und Tabakmesser (zum Schneiden von Tabakblättern) herzustellen. Die scharfen Tabakmesser waren so begehrt, dass Sakai unter dem Edo-Shogunat (der Samurai-Regierung vom 17. bis 19. Jahrhundert) ein Monopol darauf erhielt. In der Genroku-Zeit (Ende des 17. Jahrhunderts) entstanden schließlich die einseitig geschliffenen Messer, die bis heute ein Markenzeichen der Messer aus Sakai sind.
Diese Traditionen werden bis heute weitergegeben.
- Signiertes antikes japanisches Hackmesser, handgeschmiedet in Sakai (Osaka), Mitte des 19. Jahrhunderts.
Quelle: Sakai Tourism and Convention Guide
Wir befinden uns in Seki in der Präfektur Gifu, auch bekannt als „Stadt der Klingen“. Seit 800 Jahren fertigen Klingenschmiede hier Schwerter, Messer und Schneidwaren. Die Stadt liegt im Zentrum der Präfektur Gifu, eingebettet zwischen zwei Flüssen. Das reine Wasser, der gute Flusston für das Härten, die reichlich vorhandene Holzkohle und die günstige Lage machten Seki zu einem Zentrum der Stahlschmiedekunst.
Heute ist Seki die Heimat zahlreicher Meister der Messer- und Schneidwarenherstellung. Die Seki Cutlery Association hat rund 60 Mitglieder, darunter zehn traditionelle Klingenschmiede. Sie sind staatlich lizenziert, um die Kunst des japanischen Schwertschmiedens lebendig zu erhalten, und als einzige Handwerker berechtigt, Katanas herzustellen. Die Kultur der Hamono (Schneidwaren) ist in der Stadt so tief verwurzelt, dass es hier das Seki Traditional Swordsmith Museum, das kleine Seki Hamono Museum, ein jährliches Messerfest sowie unzählige Messerfabriken und Schmieden gibt, von denen einige Besuchern offenstehen. Seki gehört zu den größten Zentren der Schneidwarenherstellung weltweit.
Der erste Schwertschmied von Seki trat in der Kamakura-Zeit in Erscheinung: Damals zog der große Schwertschmied „Motoshige“ nach Seki und begründete dort die Kunst des Schwertschmiedens.
Hochwertiger Ton für die Klingenhärtung, Kiefernholzkohle für die Esse und das reine Wasser der Flüsse Nagara und Tsubo boten optimale Voraussetzungen für das Schwertschmieden. Dank dieser idealen natürlichen Bedingungen ließen sich hier immer mehr Schwertschmiede nieder.
In der Muromachi-Zeit gab es hier über 300 Schwertschmiede, und die Schwerter aus Seki wurden im ganzen Land als „stark, unbeugsam und scharf“ berühmt.
In der Zeit der streitenden Reiche (Sengoku-Zeit) waren die Schwerter aus Seki wegen ihrer herausragenden Schärfe bei den Kriegsherren sehr begehrt. Berühmt gemacht hat die „Sekiden“ (in Seki geschmiedete Schwerter) vor allem „Nidaime Kanemoto“ (Kanemoto der Zweite), bekannt als „Magoroku von Seki“. Kanemoto (Magoroku) entwickelte eine eigene Schmiedetechnik namens „Shihozume“, bei der Eisen mit unterschiedlichen Eigenschaften in vier Abschnitten des Schwerts kombiniert werden, um außergewöhnlich widerstandsfähige Schwerter zu schaffen. Danach stieg Seki zur führenden Schwertschmiederegion Japans auf, und das hervorragende traditionelle Können wird bis heute an die Schwertschmiede und die Klingenindustrie der Gegenwart weitergegeben. Heute gilt Seki als eine der bekanntesten Regionen der Welt für die Herstellung von Klingen.
Quellen: Visit Gifu / Japan Tourism Official Website & Seki Cutlery Festival
Im Laufe der Zeit entwickelten diese Schmiede immer ausgefeiltere Techniken und wandten sich der Herstellung von Sicheln, Zimmermannswerkzeugen, Sägen und Messern zu.
Sanjo ist auch als „Stadt der Schmiede“ bekannt.





















