Rost

Wenn sich an Ihrem Messer Rost bildet, können Sie ihn mit einem Rostradierer entfernen. Befeuchten Sie Rostradierer und Messer und reiben Sie die Klinge – anfangs behutsam – mit einem Rostradierer passender Körnung ab. Rostradierer bestehen aus Gummi und sind meist in zwei Ausführungen erhältlich: grob und fein. Bei starkem oder hartnäckigem Rost beginnen Sie mit dem groben und wechseln dann zum feineren, bis der Rost entfernt ist. Eine Mischung aus Natron und Wasser kann dabei helfen. Lassen Sie Rost niemals längere Zeit auf Ihren Messern: Er breitet sich aus und dringt immer tiefer ein. Sobald Sie Rost bemerken, entfernen Sie ihn umgehend.

Risse im Griff

Ein weiteres mögliches Problem sind Risse im Griff. Mit der Zeit können sich in Holzgriffen Risse bilden, vor allem dort, wo die Klinge im Griff steckt (im Bereich der Zwinge). Wenden Sie sich in diesem Fall an uns, um Hinweise und Unterstützung zu erhalten, oder füllen Sie den Riss vorsichtig mit Cyanacrylat-Kleber (Sekundenkleber), bevor er sich weiter öffnet und sich darin Wasser und Bakterien festsetzen. Achten Sie darauf, dass Holz und Klinge trocken sind, bevor Sie den Kleber auftragen.

Patina

Patina ist gewissermaßen „guter Rost“: Sie zeigt sich meist als bläulicher, gelblicher, rötlicher oder gräulicher Belag auf der Klinge, der sich beim Spülen nicht abwaschen lässt. Diese Form der Oxidation wirkt schützend und beugt Rost an der Klinge vor. Mit Rostradierer und Natron lässt sie sich entfernen – doch die meisten, die Messer aus Kohlenstoffstahl verwenden, lieben die Patina ihres Messers (wir auch) und suchen sogar nach Wegen, sie gezielt zu fördern und eine möglichst schöne Patina zu erzeugen.

Kratzer auf der Klinge

Durch intensiven Gebrauch oder kleine Missgeschicke (etwa mit der rauen Seite des Schwamms) können Kratzer auf der Klinge entstehen. Solche Kratzer beeinträchtigen die Optik und sind recht schwer zu entfernen, da dafür Erfahrung und Geschick in der Oberflächenbearbeitung nötig sind. Sind die Kratzer nicht tief, können Sie versuchen, sie mit feinem Nassschleifpapier zu entfernen (die Körnung hängt vom Kratzer und von der Klingenoberfläche ab, liegt aber meist zwischen 2500 und 4000). Schleifen Sie dabei parallel zum Schliffbild der Klinge und NUR in eine Richtung. Mit der richtigen Körnung wird der Kratzer unauffälliger oder verschwindet ganz. Andernfalls sieht er danach wahrscheinlich schlimmer aus als zuvor. Kratzer sind tückisch – am besten vermeiden Sie sie von Anfang an.

Abgebrochene Spitze & Ausbrüche an der Schneide

Eine abgebrochene Spitze gehört zu den häufigsten Messerreparaturen. Eine kleine Fehleinschätzung beim Schneiden oder unnötiger Kraftaufwand kann die Spitze kosten. Reparieren lässt sie sich, indem man mit einem groben Schleifstein und viel Geduld Material am Klingenrücken oder am Klingenbauch abträgt.

Auch Ausbrüche an der Schneide erfordern Geduld, denn sie müssen vollständig entfernt sein, bevor die Schneide neu geschliffen wird. Kleine Ausbrüche entfernen Sie, indem Sie mit einer niedrigen (groben) Körnung beginnen und sich schrittweise zu höheren Körnungen vorarbeiten. Bei großen Ausbrüchen müssen Sie die Schneide zunächst abtragen, indem Sie sie über den Stein ziehen; sind die Ausbrüche beseitigt, schleifen Sie das Messer wie gewohnt.

Und wenn Sie Ihr Messer nicht selbst reparieren möchten, können Sie es jederzeit an uns schicken – Sie erhalten es wie neu zurück.